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Landesschau 2009 - Bericht der Zuchtleitung

49 hochwertige Stuten aus zwölf verschiedenen Rassen waren am 20.Juni auf dem Hufeisenplatz in München-Riem zu sehen.

 

Der Gastrichter Herr  Dr. Friedrich Marahrens  ist als  Zuchtleiter des westfälischen Pferdestammbuches zahlenmäßig wesentlich größere Zuchtschauen gewohnt, doch man hatte das Gefühl, dass er sich trotz der kleinen Klassen und der hohen Rassenvielfalt auf dem Ring des Bayerischen Zuchtverbandes für Kleinpferde und Spezialpferderassen e.V. als Kommissionsmitglied neben Herrn Helmut Lux, Dr. Kai Otte und Frau Claudia Sirzisko sichtlich wohl fühlte und die Qualität der aufgetriebenen bayerischen Zuchtstuten zu schätzen wusste.

 

Die Aussteller der Stuten hatten sich viel Mühe in der Vorbereitung und in der Präsentation gegeben, so sah man gepflegte und gut herausgebrachte Ponys und Pferde und auch das Vormustern an der Hand ging in Richtung Professionalität. Erfreulich für einen Kleinpferde- und Spezialrassenverband, wo weniger hauptberufliche Pferdewirte sondern eher engagierte junge Züchter, Kinder und Jugendliche ihre Pferde vorstellen. Und trotz den erschwerten Umständen bei rutschigem Untergrund wurden die Ponys und Pferde fast immer akkurat und optimal vorgemustert.

 

Den Auftakt der Landesschau machten in diesem Jahr die Sportpoys, beginnend mit den Welsh Cobs. Zwei Stuten dieser Rasse wurden vorgestellt, von denen die sehr typvolle und charmante Stute „Niks Mona“ die Staatsprämienanwartschaft und die bewegungsstarke „Tyngwndwn Karina“ die Prämienstutenanwartschaft erhalten konnte.Die in Bayern beliebte Rasse Connemara war erfreulicherweise auch auf der Landesschau stark vertreten. Den Ring der dreijährigen Stuten führte die Stute „Sternbergs Lady Lee“, 2008 in Gerolzhofen bereits zweijährig als Miss Franken gekürt, an. Und diese sehr schöne und im Körperbau und Typ nahezu perfekte Stute konnte später im Endring der Sportponys als Siegerstute ihrem Züchter und  Besitzer Peter Krämer aus Sulzheim die staatliche Züchtermedaille in Silber sichern.

 

Neben „Sternbergs Lady Lee“ erhielt die Stute „Wirthsmühle Lissome“ ebefalls die Staatsprämienanwartschaft. Diese gut entwickelte Stute mit einem herausragenden Schritt, wie man ihn selten zu sehen bekommt, stellt somit einen weiteren züchterischen Erfolg für das Gestüt Wirthsmühle dar, welches an diesem Tag mit einem Hoffest sein 40-jähriges Bestehen feierte. Die beiden weiteren Stuten des Ringes „Patriks Fiona“ und „Maggie“ erhielten jeweils die Prämienstutenanwartschaft. Im Ring der älteren Connemarastuten waren zwei Stuten aufgetrieben worden, von denen die 11-jährige bereits leistungsgeprüfte und zuchtbewährte Stute „Birkenhof Sybille“ die Staatsprämie erhielt. „Patriks Hullabaloo“ wurde mit der Prämienstutenawartschaft ausgezeichnet.


Die dreijährige „Fürsthofs Joy“, Züchter und Besitzer Sylvia Stöcklein,  hatte sich als einzige Vertreterin der Rasse New Forest für München-Riem nominiert. Herausragend durch ihren Bewegungsabauf mit viel Elastizität und guter Schulterfreiheit wurde ihr die Staatprämienanwartschaft verliehen.
Erfreulich war es festzustellen, dass alle sieben nominierten Ponys der Rasse Deutsches Reitpony zur Landesschau gekommen waren. Siegerstute dieses Ringes wurde die vom Profi-Vorführer Anton Schindele vorbereitete und vorgestellte Stute „Niagara“ aus der Zucht und im Besitz von Frau von Stetten. „Niagara“ bestach bei einem geschlossenen Körperbau über hervorragende Gangqualität. Mit dem Jungzüchter Alexander Gast, der es sich neben der Betreuung der Stettenschen Ponys nicht nehmen ließ Anton Schindele auch bei den Warmblutstuten zu helfen, kann Frau von Stetten sich über einen fleißigen und geschickten jungen Mann als Unterstützung freuen.

 

Gleich zwei Staatsprämienanwartschaftstitel erhielt Katharina Treitinger aus Neustadt, die mit den beiden Stuten „Finessa“(DJ Dynamite) und „Skyline“ einen sehr guten Grundstock für eine hochwertig Zucht legt. „Finessa“ hat unter ihrem Sportnamen „DJ Dynamite“ übrigens 2007 erfolgreich die weiß-blauen Farben beim Bundeschampionat in Warendorf vertreten. Weiterhin erhielten “Palue Aamu“ und „Belle Epoque“ den Titel Staatsprämienanwärterin. Die vierjährige „Beverly“ erhielt die Prämienstutenanwartschaft und die zwölfjährige leistungsgeprüfte „Stella TS“, die bereit zuchtaktiv war, wurde Prämienstute.


Hohe Qualität fiel insbesondere bei den Shettys auf. Die vier vorgestellten Shetland Pony Stuten im Minityp waren alle erstaunlich korrekt und konnten sich bei ansprechenden Typ auch noch ergiebig und elastisch bewegen. Da bereits alle ausgestellten Stuten ein Fohlen zur Welt gebracht hatten und Minishettys keine Leistungsprüfung benötigen, konnte die Kommission ohne Anwartschaft dreimal den Titel Staatsprämienstute und einmal den Titel Prämienstute aus.

 

Siegerin des Ringes wurde „Howksground Gift of Gold“, eine in Großbritanien gezogene und von Herrn Reinhold Stumhofer ausgestellte Stute. Stefan Elmer stellte die zwei aus den Niederlande importierten Shetlandstuten „Hermits Serena“ und „Utopia v.h. Durfsland“ erfolgreich aus, die beide Staatsprämienstuten wurden. Die Stute „Vivid v.d. Goudakkers“ wurde Prämienstute. Die Siegerstute im Ring der drei- und vierjährigen Shetlandstuten über 86 cm wurde „Arielle“, Züchter und Besitzer Anton Schaubmair aus Gerbishofen, dessen Tochter am Nachmittag mit dieser frisch ernannten Staatsprämienanwärterin, auch die Gesamtsiegerin der Freizeitponys stellte und somit die FN-Medaille in Silber entgegen nehmen konnte. Und auch der zweite Platz dieses Ringes ging mit der sehr ganggewaltigen Fuchsstute „Amy“, Saatsprämienanwärterin, an Familie Schaubmair. Karl Mayer aus Polling stellte mit der gut konstruierten und sich sehr wohl zu bewegen wissenden „Nina“ die dritte Staatsprämienanwärterin des Ringes. Die weitern drei Stuten des Ringes „Mette-Marit“, „Sarah“ und „Libella“ erhielten jeweils die Prämienstutensnawartschaft. Den Ring der fünfjährigen und älteren Stuten führte die Fohlen bei Fuß führende Stute „Cody“ an. Diese großrahmige Stute mit erfolgreich abgelegter Stutenleistungsprüfung und absolut überragender Gangqualität hatte sich seit der Stutbuchaufnahme in Babenhausen noch sehr stark zum Positiven entwickelt und wurde zu Recht mit der Staatsprämie ausgezeichnet. „Oriana“ hieß die zweitplazierte Stute und konnte ihre Besitzerin, Frau Gudrun Kremser, mit einer Staatsprämienanwartschaft erfreuen. Die  dritte Stute des Ringes, „Belinda“ wurde zur Prämienstutenanwärterin herausgestellt.


„Elhorst Doreen“ hieß die einzige Vertreterin der Rasse Deutsches Shetland Partbred Pony im Minityp und wurde von Herrn Stefan Elmer ausgestellt. Die ansprechende und im schönen Typ stehende dreijährige Stute erhielt die Staatsprämienanwartschaft. Sieben dreijährige Deutsche Partbred Shetland Ponys warben um den begehrten Titel der Staatsprämie. Vier von ihnen schafften dies, vorne weg die frisch gebackene Staatsprämienanwärterin „Grazia“, ein noch in der Entwicklung stehendes Pony mit guten markanten Körperpartien und viel Bewegungsmechanik aus der Zucht und ausgestellt von Frau Erika Roßkopf aus Monheim-Warching. Artur Nieberle hieß der Züchter der zweit- und drittplazierten Stuten. Die an zweiter Stelle laufende „Farbenfrohs Filina“, Besitzer Frau Dr. Beate Lagenscheidt, erhielt wie auch die Stute „Farbenfrohs Nanu“(Besitzer: Artur Nieberle), übrigens beide vom Hengst „Ricco“ abstammend, die Staatsprämienanwartschaft. Der Zuchtstall Florian Zech stellte mit der an Frau Jessica Müller in Kaufbeuren verkauften „Kirchweihtals Sunrise“ die vierte Staatsprämienanwärterin des Ringes. Die drei Prämienstutenanwärterinnen des Ringes hießen „Farbenfrohs Milky-Way“, „Hanny“ und „Kirchweihtals Soraya“. Die beiden ausgestellten vierjährigen und älteren Deutschen Partbred Shetland Stuten „Coco-Chanel“, Besitzer  Artur Nieberle, und „Atlantis“, Besitzer Georg Krutzenbichler, wurden aufgrund ihrer soliden Qualität ebenfalls zu Staatsprämienanwärterinnen herausgestellt.


Drei Deutsche Classic Ponys stellten eine kleine aber feine Klasse einer Rasse dar, die in der Bundesrepublik zunehmend an Beliebtheit gewinnt. Werner Firsching hieß der Beschicker der Siegerstute dieses Ringes, die er von der Familie Grober aus Bad Gandersheim als hochprämierten und viel versprechenden Nachwuchs erworben hatte. Und diese Hoffnung konnte die charmante und gut konstruierte dreijährige „Hotlove v. Clus“ nun in München erfüllen und ihren stolzen Besitzer um eine Staatpsprämienanwärterin bereichern. „Farbenfrohs Sunset“, Züchter und Besitzer Artur Nieberle, hieß die zweitplazierte Staatsprämienanwärterin, die mit ihrem guten Körperbau und sehr schöne Proportionen bestach.  Auch die drittplazierte Stute „Farbenfrohs Balina“ hatte ihre Qualität und fiel durch ihre Leichtfüßigkeit auf. Die Besitzerin Andrea Bästlein konnte sich über eine ansprechende und elegante Prämienstutenanwärterin freuen.

 

Denise Biedermann stellte mit „Kai Chantal“ die einzige Vertreterin der Welsh A Ponys aus, die in der Rassegruppe der Freizeitponys gewertet wurden. Leider wurde kurz vor der Präsentation dieser bewegungsstarken dreijährigen Jungstute der ohnehin schon rutschige Rasenplatz durch einen kräftigen Regenschauer aufgeweicht und die engagierte und talentierte Vorführerin Denise rutsche aus und verlor den Boden unter den Füßen. Doch nach kurzem Aushelfen durch den Züchter der ansprechenden Schimmelstute, Herrn Kitzbichler, biss Denise die Zähne fest zusammen und nahm die Zügel wieder selbst in die Hand, schließlich hat man nicht jeden Tag eine so vielversprechende Zuchtstute, die auch zu Recht als Staatsprämienanwärterin ausgezeichnet wurde. Später erhielt „Kai Chantal“ im Endring sogar den Preis der IG Welsh  für das beste Welch Pony der gesamten Landesschau.


Die Stute „Maya“, Züchter und Besitzer Georg Lehrhuber, war die einzige ausgestellte Fjordstute. Eine Stute  mit großem Bewegungsablauf und toller Übersetzung die zudem als Rotfalbe eine sehr interessante Farbe hat. „Maya“ wurde Staatsprämienanwärterin.


Die modern aufgemachte Stute „Nanu vom Vilstal“, Züchter und Besitzer  Stefanie und Susann Stütz aus Attenhofen, war einzige Vertreterin der Rasse Knabstrupper. Diese im Reitponytyp stehende und sich zu bewegen wissende vierjährige Stute wurde mit der Staatsprämienanwartschaft ausgezeichnet.


Bei den Fell Ponys konnte der erste Staatsprämientitel für eine Stute vergeben werden. „Ginger“, aus der Zucht des Friesengestütes Breitsameter und ausgestellt durch Mathias Burghardt, verkörpert mit viel Harmonie im Körper und weiblichen Charme den Fell Pony Typ. „Ginger“ erhielt die Staatsprämienanwartschaft. Heike Lauger aus Georgensmünd hatte die Tinkerstute „Shining“ nach München-Riem gebracht. „Shining“ fiel durch ihr sehr angenehmes Wesen und groß angelegte Körperpartien auf. Auch ihre hervorragende Leistungsprüfung von 8,25 im letzten Jahr sei zu erwähnen. Sie wurde von der Kommission zur Staatspräminanwärterin ernannt, wurde im Endring der Spezialrassen als Siegerstute herausgestellt und Heike Lauger konnte für die Zucht dieser vielversprechenden Stute die staatliche Züchermedaille in Bronze aus den Händen von Herrn Anton Sauerer vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entgegennehmen.


Erfreulich war, dass es zwei Friesenstuten nach Riem geschafft hatten, bereichert diese Rasse durch ihren imposanten Auftritt doch stets eine jede Veranstaltung. Beide Stuten sind in den Niederlanden gezogen und wurden vom Friesengestüt Obermaier vorgestellt. Die sehr ausdrucksstarke und moderne „Paulien v.d.Hof“ ging schließlich an erster Stelle und wurde Staatsprämienanwärterin. Energisch und aktiv in der Bewegung präsentierte sich „Kyra Fan Great“, sie  wurde Prämienstutenanwärterin.


Trotz einiger kleinen Regenschauern und nicht ganz trittfestem Untergrund war die Atmosphäre harmonisch und entspannt, ja man hatte fast das Gefühl, jeder Aussteller und Besucher war mit sich und seiner Umwelt zufrieden. Schön, wenn eine solch wichtige und emotionsgeladene Veranstaltung ruhig zu Ende geht. Sicherlich hat jeder zu dieser gelungenen Landesschau beigetragen, die Aussteller, die Helfer und die Verbandsmitarbeiter. Ein Dankeschön dafür und allen Züchtern einen schönen Sommer und viele gesunde und muntere Fohlen!

 

Claudia Sirzisko

 
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